Was oder wen genau repräsentiert eigentlich die repräsentative Demokratie?

Ein Versuch der Annäherung

Die Form der repräsentativen Demokratie steht inzwischen auf dem Prüfstand und wird vielfach diskutiert. Da empfinde ich es als hilfreich einen Einstieg über die eigentliche Wortbedeutung zu suchen. Demokratie ist demnach als „Herrschaft des Volkes“ zu übersetzen und repräsentativ heißt „vergegenwärtigt“. Da stelle ich mir also gleich mal den Idealfall vor.

In unseren Parlamenten und Räten sitzen Frauen, Männer, Kinder, Jugendliche, SeniorInnen, Arbeitende, Arbeitssuchende, Arbeiter, Akademiker, Künstler, Angestellte, Selbstständige, eine Mischung verschiedener Nationalitäten und Religionen, Dichter und Denker, Anpacker und Umsetzer, Visionäre und Bewahrer, Lernende, Lehrende, ..
Sicher liese sich die Liste noch lange erweitern, um ein Idealbild abzuzeichnen, welches man dann eine vergegenwärtigte Herrschaft des Volkes nennen könnte. Und wie setzt sich eigentlich die derzeitige Repräsentantenschar in den Parlamenten zusammen? Natürlich werden Sie und Ihr jetzt einwenden, dass so ein Parlament ja viel zu gross wäre und wir eben die Wahl hätten Stellvertreter zu wählen. Doch mag ich mich dennoch nicht damit zufrieden geben, denn das hat in der Vergangenheit eine Passivität der Bürger mitverursacht, die dann wiederum oft angemahnt wird. Das Schlagwort der Politikverdrossenheit drängt sich schnell auf. Vielerorts wird hier nach Alternativen gesucht. Warum nicht die Form der repräsentativen Demokratie erweitern und Bürgerbeteiligung konsequent und ohne die ewige Abwehrsemantik nach vorn bringen. Denen die diesbezüglich weder Wissen noch Erfahrung haben, sei die Recherche im Netz und die Lektüre von Büchern zu diesem Thema wärmstens empfohlen. Bürgerforen, Zukunftswerkstätten, Bürgerhaushalte, Volksentscheide, Initiativen wie z.B. Mehr Demokratie, Recht auf Stadt, Lokale Agenda, etc.

Die Bundestagswahl liegt einige Wochen hinter uns und wir steuern auf die nächsten Wahlen 2014 zu. In diesen wird der kommende Gemeinderat der Stadt Schwäbisch Hall zur Wahl stehen. Zum Einen besteht die Möglichkeit sich selbst einer Wahl zu stellen und als Rat-Rätin zu kandidieren, zum Anderen zu wählen – oder auch nicht. Mich interessieren die Beweggründe der jeweiligen Gruppen und ich möchte Sie und Euch gerne zu einem Gedankenaustausch hier auf dieser Plattform einladen.

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