Empört Euch! – Stadt plant neue Baumfäll-Aktionen

Der „Baumklau“ geht um und treibt weiter sein Unwesen. Seit die Baumschutzsatzung im Landkreis gekippt wurde, hat das Motorsägerasseln extrem zugenommen. Ist ein Baum im „Weg“, wie z.B. die vor ca. 25 Jahre anläßlich der Landesgartenschau gepflanzte Linde auf dem Wege durch die Ackeranlagen beim Treppenaufgang zur AOK, wird sie einfach umgehauen. Völlig ohne Not und Sinn.

Wird eine Spielplatzerweiterung auf dem Unterwöhrd geplant, sollen weitere alte, den Unterwöhrd prägende Bäume fallen. Stattdessen sollen dann Sonnensegel die Funktion des Sonnenschutzes der dort spielenden Kinder übernehmen. Wäre es nicht angemessener und natürlicher die Bäume zu erhalten und in die Planung als natürlichen Sonnenschutz mit einzubeziehen? „Tote Bäume leben nicht weiter“, wenn Kinder sie als Spiel- und Sitzmöglichkeit verwenden.

Des weiteren plant unsere Stadtverwaltung als nächste Tat den Abriss des Globetheaters. Der Neubau soll, wie OB Pelgrim verlauten ließ, dann weiter in die Baumallee hinein verlegt werden. Weitere Bäume würden damit zu Fall gebracht. Es ist keine Notwendigkeit für die Verlegung ersichtlich.

Gelegentlich müssen Bäume gefällt werden, doch man sollte sich dringender fragen, ob es unabdingbar ist. Bäume sind ein Naturerbe über Generationen hin und archetypische Begleiter der Menschen, auch in dieser Stadt. Sollten nicht die Vertreter der Stadt überhaupt ihren Umgang mit dem Naturpotential in dieser Stadt überdenken?

Seit Jahren erleben wir, bislang sprachlos, wie die Pflanzungen in den Ackeranlagen verkommen. Die einst im Zuge der Landesgartenschau angelegte großartige Gesamtanlage, die den Begriff „Stadt am Fluß“ mit Verstand und Gefühl für die Natur und den Menschen umgesetzt hat, wird immer mehr durch grobe Eingriffe zerstört. So z.B. die so natürlich und kunstvoll gestaltete Wassertreppe an der Fuhrt, die vom Unterwöhrd über den Kocherarm zum Lindach führt. Oder auch das Abrasieren von Gehölzstreifen an verschiedensten Stellen, ohne Rücksicht auf Fauna und Flora. Es besteht der Eindruck einer blinden Rationalisierung auf Kosten der Natur und der Schönheit dieser Anlage, die ja ehemals mit Steuergeldern der Bürger erstellt wurde.

Es gäbe noch so manch weitere Beispiele dieser Art. Wohin führt uns diese einseitige Denkweise? Statt eines „Eilverfahrens“ fordern wir vor dem Fallen der Bäume ein nochmaliges Überprüfen der Planung und eine breite Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung an der Entscheidung.

Link zum Bericht im HT vom 17.02.2014: http://www.swp.de/schwaebisch_hall/lokales/schwaebisch_hall/art1188139,2455467

 

 

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*