Das ist ein Stadtrat !?

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Original eines Leserbriefs auf der Kriechspur zum OB:

„Weshalb zum Stammtisch der Bürgerinitiative gehen?“
Bei der nun Unzufriedenheit, die einige Bürger überkommt, wenn die Stadtentwicklung eine, für sie, zu schnelle und globalisierte Richtung einschlägt, sei gesagt: Habt keine Angst, denn wir brauchen euch genau für diesen Prozess! Wir als Stadt stehen doch erst am Anfang des Weges zu einer Marke.
Im Moment steht nur das Fundament, auf dem wir einen Rohbau stellen möchten. Für diesen Rohbau benötigen wir ein Gerüst, das aus Stadträten, Verwaltung, Unternehmen und den Bürgern besteht, um dann ein modernes Haus zu formen, in das wir alle gerne unsere Freunde und Bekannte einladen möchten. Grundsätzlich befürchte ich, dass bei der Kritik eine große Portion an persönlichen Interessen besteht. Kritisieren kann jeder. Die wahre Kunst liegt darin, Alternativen zu finden und zu benennen. Daher sollte man sich immer die Frage stellen, weshalb man sich zum Stammtisch seiner Bürgerinitiative aufmacht! Ich würde mir wünschen, dass die vielen Bürger, die die Entwicklung begrüßen und begriffen haben, dass die Welt sich ändert, sich hinter diese Strategie stellen. Auch, um OB Pelgrim, der Verwaltung und dem Großteil des Gemeinderates den Rücken zu stärken. Ich bin glücklich, einen Oberbürgermeister zu haben, der mit der Zeit geht und vor Ideen nur so strotzt.
Felix Nestl Schwäbisch Hall

Offener Brief an den Schreiberling, den SPD-Stadtrat Felix Nestl:

Lieber Felix Nestl,

MIt Ihrem Leserbrief vom 27.11.14 haben Sie den HT-Lesern den „Blick für das Wesentliche“ geöffnet:

Schwäbisch Hall als Marke, gebaut auf ein Fundament guter Menschen, mit deren Hilfe Sie „Ihr modernes Haus des globalen Fortschritts formen“. Die guten Menschen sitzen in der Verwaltung, den Unternehmen und im Gemeinderat.

Auch die Bürger beziehen Sie in bewährter SPD-Manier ein. Die dürfen keine Angst haben, auch wenn der Hausbau zu schnell geht und man vielleicht die Fenster vergisst. In dieses Haus laden Sie dann aber gerne „Ihre Freunde und Bekannten“ ein; sicher nicht die, die Kritik üben und wie  „Stammtischbrüder“ ihre „persönlichen Interessen voranstellen“. Zu denen darf man nicht hingehen, weil sie nur kritisieren und keine Alternativen haben.

Herr Nestl, Sie waren noch nie bei Initiativen solcher Art, vor allem nicht in Schwäbisch Hall. Sie können sich diesen „Stammtisch“ in Ihrer „Konsum- und Marketing- Welt“ ja nicht vorstellen und er interessiert Sie ja auch gar nicht. Sie wären bei einer Teilnahme jedoch sicher überrascht, dass da ganz normale Leute sitzen, die sich in ihrer Freizeit für das Gemeinwohl engagieren – so wie Sie es im Gemeinderat tun (müssten).

Denken Sie sich: Dort können Sie Ihre Meinung frei sagen, ohne zensiert zu werden, dort finden Sie am Gemeinwohl orientierte Alternativen, dort begegnet man Ihnen auf Augenhöhe und muss niemandem in den A. kriechen.

Dort möchte man aber die Welt Ihres Bürgermeisters, der glaubt auf der Höhe seiner Zeit zu sein, nachhaltig verändern. Man traut sogar sich die Marktstrategie Ihres Meisters in Frage zu stellen. Aber Sie sind ja glücklich, dass Sie einen OB haben, der „vor Ideen nur so strotzt“: Brücken, Tiefgaragen u.a.

Mit freundliche Grüßen, Peter Wüntscher

 

 

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