Wird der Unterwöhrd ein „Brückenkopf“ ?

Aus dem Verkehrskonzept Innenstadt 2014 / S.102 / Planfall 4e

                                                                                                                                                                  

Der Unterwöhrd im Fokus der Kultur- und Vehrkehrsplanung

Nach dem vielen Hin und Her über Odeion und Unterwöhrd bis hin zu den „erstrittenen Alternativentwürfen“ zur zweiten Spielstätte waren viele engagierte Bürgerinnen und Bürger noch im Dezember 2015 freudig überrascht, als der Gemeinderat mit knapper Mehrheit die Streichung der Lindachbrücke beschlossen hat. Jedoch haben anschließend die Befürworter der Brücke in einer Weise Stellung bezogen, dass die Frage im Raum stehen bleibt, ob und wie lange noch der Unterwöhrd als unser „Grünes Wohnzimmer“ überleben kann ( HT vom 12.12.15) ?

Erhält man das Globe, bliebe dort der Status Quo erhalten; das „Sommertheater Globe“ käme nach 16 Jahren attraktiver Theaterereignisse baulich auf den neuesten Stand – und das zu einem vertretbaren Preis. Gleichzeitig kann der Neubausaal endlich saniert werden. Kommt der Hüls-Bau der Verwaltung zum Zuge – für 5,2 Mio Euro oder mehr – verändert man das Gesicht des Unterwöhrd. Da kommt es zwangsläufig zu aufwendigen Baumaßnahmen (Transport und Lagerung von Baumaterialien, …), denen sicher einige wertvolle alte Bäume zum Opfer fallen werden. Kahlschlag droht! Im Zusammenhang damit wird dann sicherlich die Lindachbrücke wieder ins Spiel gebracht werden – OB Pelgrim: „Zufahrt- und Versorgungsmöglichkeit“. Bewusst verschweigt man in diesem Kontext das vorliegend Verkehrskonzept. Unter Planvorschlag 2 wird da die Lieferverkehr-Route Kocherbrücke-Unterwöhrd ins Auge gefasst (Siehe Abbildung). Graf Westerhold (CDU) wie auch Baumann (FWV) sprechen von einer „Entlastung der Innenstadt“, wenn der Versorgungsverkehr über die Lindachbrücke erfolgen kann. OB Pelgrim geht sogar so weit, dass die Brücke „das Leben in der Innenstadt erleichtern“ könne. Man würde „langfristig den Lieferverkehr aus der Innenstadt verbannen um die Lebensqualität dort zu steigern“. Heißt das nicht im Klartext, dass man trotz immer wieder wiederholter Dementis in Salamitaktik die Bauvorhaben Theaterneubau, Lindachbrücke, Haalplatzbrücke, dazu eine breite Straße für Liefer- und Busverkehr durchzuziehen versuchen wird? Der Unterwöhrd droht dann zur „LKW-Durchfahrtsstraße und Zufahrtsweg für Events und den städtischen Werkhof zu verkommen. Verkraftet der Unterwöhrd diesen „Brücken-Wahnsinn oder wird unser „Grünes Wohnzimmer“ für einen „Brückenkopf“ missbraucht ? Schon jetzt führen ja fünf Brücken auf den Unterwöhrd.

Im Gemeinderat steht demnächst die Entscheidung Sanierung „Globe plus Neubausaal“ oder Neubau „Multifunktionstheater“ an. Dort wird die wegweisende Richtung für den Unterwöhrd vorgegeben werden. Die engagierte Bürgerschaft Schwäbisch Halls sowie der Gemeinderat, die zumindest die Odeion-Strategie Pelgrims und seiner Befürworter verhindern konnten, werden wachsam sein müssen, wenn sie die Lebensqualität des Unterwöhrd erhalten wollen. Sie alle werden wohl bis zum Ender der OB-Pelgrimschen Amtszeit warten müssen, bis im Rahmen einer transparenten bürgerbeteiligten Stadtplanug ein zukunftsweisendes schlüssiges Gesamtkonzept für Kultur, Haalplatz und Innenstadt-Verkehrsführung Innenstadt gefunden werden kann.

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*